Was mich ankotzt...(1)

Na? Schockiert?

„Ankotzen“. Bäh, so ein garstiges Wort. Ja, Ihr habt recht, es ist kein schönes Wort. Aber gibt es ein besseres? Ein besseres um die Zustände um uns herum zu beschreiben? Um eine Welt zu beschreiben, in der 99,9 Prozent der Menschen täglich in ein Hamsterrad getrieben werden? In der uns erzählt wird, Fortschritt wäre nur möglich, indem wir uns gegenseitig täglich die Butter vom Brot neiden, uns gegenseitig mit allen legalen und illegalen Mitteln bekämpfen und uns wechselseitig das Leben schwer machen?

Noch im Kindergarten erklärt man den Kleinen, man soll ZUSAMMEN spielen und ZUSAMMEN halten. Das wäre am Ende besser für alle. Aber schon in der Schule wird angefangen auszusortieren. Die Guten ins Töpfchen (Gymnasium), die Schlechten ins Kröpfchen (alles andere). Zehnjährige lernen, dass sie besser sein müssen als andere, damit sie es im Leben zu etwas bringen. Wobei „zu etwas bringen“ immer Status, Macht und letztlich Geld heißt. Da ist nicht die Rede von Weisheit, Güte, Menschlichkeit. Weil man es damit nicht „nach oben“ schafft.

Leider, liebe Kinder, sagt euch aber keiner, dass ihr es nie nach oben schaffen werdet – außer eure Eltern sind bereits oben. Wozu dann aber der Ehrgeiz, die anderen schlagen zu wollen, wettbewerbsfähiger zu sein? Na, damit ihr gerüstet seit, für den täglichen Kampf, jeder gegen jeden. Kampf um die besten Noten, die knappen Studien- und Ausbildungsplätze, gute Jobs, Beförderungen, Rentenpunkte, Billigschnäppchen, Klinikbetten, Chefarztbehandlung, ein Zimmer im Altersheim und ein Grab in der ersten Reihe.

So geht die Geschichte, die uns erzählt wird: das ganze Leben ist ein Kampf, das war schon immer so und es wird eher schlimmer als besser (Globalisierung!!!!). Und deshalb pressen wir uns gegenseitig jeden Tag bis aufs Blut aus.  Wird uns das zu viel, landen wir entweder beim Arzt (Burnout!) oder beim Sozialamt (Hartz IV) – also im Korb mit den anderen Sündenböcken. Wahlweise „die EU“, der „faule Grieche“, der „Ossi“ oder der „Wirtschaftsflüchtling nordafrikanischer Herkunft“.

Und wozu das ganze?

Damit es sich eine winzige Schicht ganz oben weiter mit leistungslosem Einkommen, das sie ursprünglich gewaltsam erworbenem Kapital, das in Kriegen und durch Ausbeutung permanent vermehrt wurde, verdanken bequem machen kann.

Und was mich daran ankotzt?

Dass wir uns das gefallen lassen. Dass wir dumm genug sind, seit 500 Jahren auf die immer gleichen Lügen reinzufallen. Dass wir uns die ursprünglich angeborene Nächstenliebe abtrainieren lassen. Und dass wir vor lauter Feigheit keinerlei Verantwortung übernehmen wollen.

Nein, ich bin kein „Wutbürger“ – aber ich bin wütend. Und ich spüre gerade in letzter Zeit, einen fruchtbaren Zorn wachsen. Es wird einfach Zeit, dem ewigen „weiter so“ etwas entgegen zu setzen.

 

Ihr lest von mir

 

 

 



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